Erdgasinfo

Inhalt

1. Wofür stehen CNG sowie L- und H-Gas?
2. Warum riecht Erdgas so streng? Ist es gefährlich?
3. Wie sorgt Erdgas für warmes Wasser?
4. Was ist ein Erdgas-Brennwertkessel?
5. Was ist eine Erdgassteckdose?
6. Was ist ein Erdgasfahrzeug?
7. Was sind die Einsatzbereiche von Erdgas?
8. Wie sicher ist Erdgas?
9. Was versteht man unter Nennleistung?
10. Warum ist der Erdgaspreis abhängig vom Ölpreis?
11. Warum sollten Geräte regelmäßig gewartet werden?
12. Welche Aufgabe hat der Schornsteinfeger beim Einsatz von Gasgeräten?
13. Was bedeutet der Faktor auf der Jahresabrechnung?




1. Wofür stehen CNG sowie L- und H-Gas?
Erdgas besteht überwiegend aus Methan. Für den Gebrauch in Erdgasfahrzeugen wird es auf 200 bar verdichtet. Man spricht dabei auch von Compressed Natural Gas (CNG). Es kann in Deutschland derzeit an über 400 Tankstellen mit speziellen Fülleinrichtungen gezapft werden. Je nach Herkunft weist Erdgas einen unterschiedlichen Methangehalt auf. Man unterscheidet daher formal zwischen L (Low)-Gas und H (High)-Gas. Bei ersterem beträgt der Methangehalt 80 - 87 Prozent, bei H-Gas dagegen 84 - 99 Prozent. Der Anteil an Stickstoff und Kohlendioxid ist beim H-Gas entsprechend geringer. Dies hat Auswirkungen auf wichtige Kriterien wie Heizwert und Klopffestigkeit. Je höher der Methan-Anteil ist, desto höher ist der Heizwert. Während mit H-Gas eine deutlich größere Reichweite pro Tankfüllung erzielt werden kann, ist bei L-Gas die Klopffestigkeit meist etwas höher.

zurück nach oben

Warum riecht Erdgas so streng? Ist es gefährlich?
Erdgas ist ein Gemisch, das hauptsächlich aus Methan (CH4), Stickstoff (N2), einem geringen Anteil anderer Kohlenwasserstoffe (Ethan, Propan, Butan und Methan) und Spuren von Helium besteht. Dem unsichtbaren und von der Natur aus geruchlosem Gas werden allgemein üblich Geruchstoffe wie z. B. Tetrahydrothiophen zugefügt. Sogenannte Odoranlagen speisen dies automatisch und kontinuierlich ins Versorgungsnetz ein. Durch diese Maßnahme ist garantiert, dass entweichendes Gas bei Wartungsarbeiten oder kleinsten, sicherheitstechnisch unbedenkliche Lecks in häuslichen Versorgungsleitungen sofort bemerkt werden kann.

Erdgas ist ungiftig und nur als Gas-Luft-Luftgemisch in einem bestimmten Mischungsverhältnis überhaupt zündfähig, das heißt: Erdgas allein ist nicht explosionsfähig. Erst ab einem Erdgasanteil zwischen 4 und 16 % und einer Zündquelle von mindestens 540 Grad Celsius kann es zur Explosion kommen - also nur innerhalb eines relativ eng begrenzten Bereichs. Im Freien ist das Auftreten eines zündfähigen Gasgemisches gering, da Erdgas leichter als Luft ist und sich sofort in der Atmosphäre verflüchtigt.

zurück nach oben

Wie sorgt Erdgas für warmes Wasser?
Erdgas ist nicht nur ein heißer Kandidat für die Heizung, auch die Warmwasserbereitung gelingt in Verbindung mit:

Der direkt beheizte Warmwasserspeicher wird zusammen mit einer Heiztherme oder einem Heizkessel eingesetzt. Das heißt, der Speicher hat keine eigene Wärmequelle. Das Wasser wird indirekt über eine Rohrspirale (Wärmetauscher) vom Heizkesselwasser erwärmt. Die Vorteile des Systems auf einen Blick:

Speichergrößen zwischen 50 und 1.000 Liter Warmwasservorrat, sofortige Verfügbarkeit des Warmwassers, Warmwasser kann gleichzeitig an mehreren Entnahmestellen gezapft werden, gleichmäßige Wassertemperatur bei der Zapfung und geringerer Wartungs- und Reparaturaufwand, da kein eigener Brenner.

Das Wasser im direkt beheizten Warmwasserspeicher wird direkt durch einen eigenen Brenner erwärmt. Das heißt, der Warmwasserspeicher arbeitet unabhängig vom Heizkessel. Die Vorteile des Kandidaten Nummer 2 auf einen Blick: Unabhängig von der Heizung, da eigener Brenner, Warmwasser kann gleichzeitig an mehreren Entnahmestellen gezapft werden, gleichmäßige Wassertemperatur bei der Zapfung und sofortige Verfügbarkeit des Warmwassers.

Beim Durchlauferhitzer wird warmes Wasser erst erzeugt, wenn es benötigt wird. Mit Öffnen des Wasserhahns schaltet sich das Gerät ein und das Wasser wird beim Durchströmen einer Rohrspirale erhitzt. Zu empfehlen ist diese Lösung für Entnahmestellen in der Nähe des Durchlauferhitzers. Ein Gerät kann hier mehrere Entnahmestellen, die dicht beieinander liegen, wie z.B. Küche und Badezimmer, versorgen. In einigen Fällen kann die Wärmeleistung jedoch nicht ausreichen um mehrere Zapfstellen gleichzeitig mit warmem Wasser zu versorgen. Beim Durchlauferhitzer wirken sich lange Rohrlängen zwischen Gerät und Wasserhahn negativ aus. Die Geräte besitzen einen guten Wirkungsgrad und sind sehr sparsam im Verbrauch.

zurück nach oben

Was ist ein Erdgas-Brennwertkessel?
Die Brennwerttechnologie setzt sich in Haushalten mit Erdgasversorgung immer mehr durch. Eine Brennwertkesselanlage besteht aus drei Hauptkomponenten:
Ein Brennwertkessel ist ein Heizkessel, dessen Rauchgase im Kessel bis unter den Taupunkt des enthaltenen Wasserdampfes abgekühlt werden. Damit wird der obere Heizwert (Brennwert) des Brennstoffes ausgenutzt, und es ergibt sich ein Wirkungsgrad der, bezogen auf den unteren Heizwert, bei 100% und darüber liegen kann.

Moderne Brennwertkessel arbeiten "raumluftunabhängig", das heißt, sie beziehen die Verbrennungsluft über ein doppelwandiges Abgasrohr durch den Außenmantel. Sie können in Wohnräumen und Dachgeschossen eingebaut werden. Eine Voraussetzung für eine energiesparende Nutzung des Brennwertkessels ist eine niedrige Heizwassertemperatur, da sich der Wirkungsgrad mit sinkender Rücklauftemperatur erhöht. In den Altbauten sind die vorhandenen, meist überdimensionierten Heizkörper in der überwiegenden Zeit der Heizperiode ausreichend groß, um einen Kondensationsbetrieb zu ermöglichen.

Das anfallende Kondensat muss in den Kanal abgeleitet werden. Bei ölbefeuerten Brennwertgeräten muss das anfallende Kondensat vor dem Einleiten in die Kanalisation neutralisiert werden. Bei Einsatz von Erdgas ist erst ab 200 kW Kesselleistung eine Neutralisation erforderlich.

Spezial-Abgasführungen werden meist als System mit dem Kessel geliefert und von der Installationsfirma in den vorhanden Schornstein eingezogen.

zurück nach oben

Was ist eine Erdgassteckdose?
Aus Steckdosen fließt Strom. Oder? Fast richtig. Energieversorger und -dienstleister präsentieren jetzt eine interessante Form der Steckdose, über die man Erdgas beziehen kann. So können erdgasbetriebene Produkte, wie Gasherd, Grill, Terassenstrahler oder Wäschetrockner über einen einfachen Anschluss versorgt werden. Für die Sicherheit sorgt ein Gasströmungswächter in der Inneninstallation; dieser schließt bei Brand oder Beschädigungen die Gasleitung augenblicklich ab. Der Einbau lohnt sich besonders für Gebäude, die schon über einen Gasanschluss verfügen, allerdings fällt die Installation in den Kompetenzbereich des Fachhandwerkers für Sanitär, Heizung und Klima. Preiswerte Rohr-Installationstechniken sowie ein Schlauch aus Kunststoff halten die Kosten gering.

zurück nach oben

Was ist ein Erdgasfahrzeug?
Erdgasfahrzeuge sind im Kommen! Über 300 Tankstellen gibt es bereits in Deutschland. Immer mehr entscheiden sich für den umweltfreundlichen und kostengünstigen Energieträger in ihrem Tank. Dabei sehen Erdgasfahrzeuge nicht anders aus als "normale" Kfz. Meist haben sie nur einen weiteren Tank. Die Sicherheit ist dabei nicht beeinträchtigt.

Dabei unterscheidet man monovalente und bivalente Antriebssysteme. Bivalente Fahrzeuge können sowohl mit Benzin als auch mit Erdgas betrieben werden. Der Fahrer wechselt wahlweise zwischen beiden Kraftstoffarten durch Umschalten am Armaturenbrett. Bivalente Fahrzeuge verfügen damit über eine höhere Reichweite. Monovalente Fahrzeuge sind häufig Busse und LKW, bei denen der Dieselmotor umgebaut wurde. Mehr Informationen erhalten Sie bei Ihrem Stadtwerk.


zurück nach oben

Was sind die Einsatzbereiche von Erdgas?
Mit Erdgas können Sie im Prinzip alles machen: Sie können heizen, kühlen, Strom erzeugen, Warmwasser bereiten, kochen, backen, braten oder grillen. Sie können mit Erdgas Auto fahren, die Wäsche und das Geschirr trocknen. Mit Erdgas können Sie Ihren Beitrag zu einem schonenderen Umgang mit der Umwelt und dem Klima leisten. Erdgas im Straßenverkehr Erdgas bietet für den Betrieb von PKW, LKW, Omnibussen und anderen Nutzfahrzeugen gegenüber Benzin und Diesel deutliche Umweltvorteile. So entstehen deutlich weniger Kohlenmonoxide, fast keine Schwefeldioxid-Emissionen sowie kaum Ausstoß von Ruß und anderen Partikeln. Ebenso werden deutlich weniger ozonbildende Stoffe wie Stickoxide und höhere Kohlenwasserstoffe ausgestoßen. Die bodennahe Ozonbildung wird im Vergleich zu Benzin und Diesel um über 80 Prozent gesenkt.

zurück nach oben

Wie sicher ist Erdgas?
Die heutigen Marken-Gasgeräte sind mit vorbildlichen, sensiblen Sicherheitsmechanismen ausgestattet, die weltweit ihresgleichen suchen. Selbst eine falsche Bedienung ist kein Problem. Außerdem werden moderne Gasgeräte nur zugelassen, wenn sie die strengen Sicherheitsanforderungen der technischen Regelwerke erfüllen, wie z. B. des DVGW-Qualitätszeichens, und das CE - Sicherheitszeichen der EU tragen. Auch regelmäßige Wartung erhält das hohe Sicherheitsniveau Ihrer Heizanlage. Ein wichtiger Ratschlag von unserer Seite: Beauftragen Sie nur die Fachleute des Sanitär - Heizung - Klima - Handwerks oder Ihres Gasversorgungsunternehmens mit Arbeiten an Ihrer Gasleitung und Ihren Gasgeräten. Diese Experten kennen sich aus im Umgang mit Erdgas.

zurück nach oben

Was versteht man unter Nennleistung?
Die Nennleistung ist in erster Linie eine wichtige Kundeninformation über den Anschlusswert bzw. die Leistungsaufnahme eines Gerätes. Als Nennleistung (18 kW) eines Gebrauchsgerätes, z.B. Gasheizkessel bezeichnet man die unter Normalbedingungen im Dauerbetrieb maximal erreichbare Leistung.

zurück nach oben

Warum ist der Erdgaspreis abhängig vom Ölpreis?
Aus Wettbewerbsgründen orientiert sich der Gaspreis insbesondere an der Preisentwicklung der wichtigsten Konkurrenzenergie, des Heizöls. Zum einen soll diese Ölpreisbindung vor der Marktmacht der wenigen großen Erdgasproduzenten schützen. Zum anderen ist Heizöl der wichtigste Konkurrent des Erdgases; durch die Ölpreisbindung bleibt Erdgas gegenüber Heizöl stets wettbewerbsfähig. (Quelle: Ruhrgas AG)

zurück nach oben

Warum sollen Geräte regelmäßig gewartet werden?
Die regelmäßige Wartung durch den Fachmann ist eine wichtige Voraussetzung für den dauerhaft einwandfreien und zuverlässigen Betrieb. Sie gewährleistet, dass die Geräte möglichst umweltschonend und wirtschaftlich arbeiten.

zurück nach oben

Welche Aufgabe hat der Schornsteinfeger beim Einsatz von Gasgeräten?
Der Bezirksschornsteinfegermeister ist Ansprechpartner in allen Fragen der Abgasabführung, auch im Hinblick auf den Immissionsschutz. Er überprüft neue Heizungsanlagen vor der Inbetriebnahme. Bei bestehenden Anlagen kontrolliert er regelmäßig die Abgaswerte und Abgaswege sowie das Umfeld (zum Beispiel, ob die Verbrennungsluftversorgung gewährleistet ist).

zurück nach oben

Was bedeutet der Faktor auf der Jahresabrechnung?
Die abgenommene Gasmenge wird in m3 angezeigt. Die m3 werden mit einem Faktor multipliziert, der sich daraus ergebene Wert ist die abzurechnende Menge in Kilowattstunden. Der Faktor setzt sich zusammen aus der Zustandszahl und dem Brennwert des Gases.

Grundlage zur Errechnung der Zustandszahl ist die mittlere Gastemperatur, der Luftdruck am Ort und der Effektivdruck des Gases. Der Brennwert ist die bei vollkommener Verbrennung frei werdende Wärmemenge. Er ist von der Förderstelle des Gases abhängig. Erdgas ist ein Naturprodukt. Es stammt aus verschiedenen Erdgasvorkommen, daher schwanken Zusammensetzung und Energiegehalt. Für alle Verbrauchsabrechnungen wird der Brennwert für den jeweiligen Abrechnungszeitraum aus den Monatswerten ermittelt.

zurück nach oben

So erreichen Sie uns:

Tegernseer Erdgasversorgungs-gesellschaft mbH & Co. KG
Hochfeldstr. 3
83684 Tegernsee

Telefon 08022-10116
Telefax 08022-18323

Montag bis Donnerstag
08.00 Uhr bis 16.15 Uhr
Freitag
08.00 Uhr bis 12.00 Uhr

info@erdgas-tegernsee.de
Störungshotline

Unter 08022 / 10116 erhalten Sie rund um die Uhr Hilfe bei Störungen im Versorgungsnetz.
Erdgas tanken